Das Gasprüfverfahren

 

Insbesondere wenn keine oder nur geringe Leckgeräusche zu ermitteln sind, ist es unerläßlich, ein zweites Verfahren zur Leckortung an wasserführenden Leitungen einzusetzen. Hierzu bietet sich das Gasprüfverfahren als ideales Zusatzverfahren an. Eine optimale Funktion ist mit dem GAS-SNIFFER® zu erreichen. Der Einsatz von Geräten ohne Konzentrationsanzeige bzw. Empfindlichkeit weniger als 10 ppm ist nicht empfehlenswert. Für Entwässerungssysteme und zur Überprüfung von Hohlräumen ist ein ähnliches Verfahren zur optischen Sichtung mit Nebel einsetzbar.

Das Funktions- und Arbeitsprinzip
Füllung des schadhaften Systems mit Druckverlust nach Entwässerung mit Formiergas (5 % Wasserstoff in Stickstoff). An geeigneten Entnahmestellen (Wasserhähne oder Entlüftungsstopfen) mit dem GAS-SNIFFER® nun prüfen, ob das gesamte System mit dem Formier-Gas gefüllt ist und weiterhin Gas aus der Flasche nachfließt. Nicht vergessen, Einstellung beim GAS-SNIFFER® Ex nun auf H2 wählen und an allen zugänglichen Stellen und in allen in Frage kommenden Räumen prüfen, wo Gaskonzentrationen erkennbar werden.

tl_files/business-fever/img/features/gas-sniffer-ex-koffer-zu gr.gifErkennen Sie Gasspuren, verfolgen Sie diese bis zur höchsten Anzeige. Dieses ist überwiegend an Estrichrandstreifen und oft in Steigschächten der Fall. Bedenken Sie hierbei, daß das Formiergas immer den Weg nach oben nimmt und nahezu keine Gasspuren unterhalb einer Leckstelle auftreten können. Die Kombination aus den Meßergebnissen und die Kontrolle mit dem akustischen Verfahren wird Ihnen in den meisten Fällen genügende Sicherheit geben, um Öffnungen vorzunehmen. Eingrenzen Zur weiteren Eingrenzung kann es notwendig werden, Bohrungen zum Entweichen des Gases (z.B. durch den Estrich) vornehmen zu müssen. Beachten Sie vor Herstellung solcher Bohrungen, ob sich an den Stellen Leitungen oder Kabel befinden. Die Bohrungen können mit geringem Durchmesser (z.B. 3 mm) erfolgen, wobei sichergestellt werden muss, daß Folien durchstochen werden, damit das Gas durch die Bohrungen aufsteigt. Nun wird die Konzentration an verschiedenen Bohrungen verglichen, was bei höchster Konzentration auf die Leckstelle schließen lässt.

Nebelverfahren
Das Nebelverfahren eignet sich nicht für Rohrleitungen in Dimensionen von weniger als 50 mm Durchmesser. Daher wird dieses Systeme weitgehend nur in der Entwässerung eingesetzt, verfolgt aber prinzipiell die gleiche Technik, nämlich Defekte sichtbar machen.

Alles dabei?
Neben den Geräten zur Gasmessung benötigen Sie natürlich auch das Formiergas oder Prüfgas. Fragen Sie hierzu Ihren Gaslieferanten nach dem Formiergas 5/95 (Wasserstoff/Stickstoff). Zur Einspeisung des Gases benötigen Sie einen geeigneten Druckminderer (Serie GAS-SNIFFER Ex), sowie meistens auch das Reduzierstück Testgas-Formiergas, da unsere Druckminderer überwiegend mit Testgasgewinde ausgestattet sind. Auch eine Verlängerung per Flexarm (Art. 48501) kann das Arbeiten sehr vereinfachen.